Vom 20. April bis zum 16. Juni will das Schwarz-Weiß-Bunt-Festival Einheimische und Fremde animieren, sich auf Neues einzulassen.

30 Veranstaltungen in neun Wochen, gestemmt von 25 Vereinen, Einrichtungen und Institutionen – das Schwarz-Weiß-Bunt-Festival ist aus den Kinderschuhen herausgewachsen und hat sich zu einer festen GrĂ¶ĂŸe in der Hagener Kulturlandschaft entwickelt.

Vom 20. April bis zum 16. Juni will das Festival Einheimische und Fremde animieren, sich auf Neues einzulassen, selbst kreativ zu werden oder Kreatives von nah und fern kennen zu lernen.

PK “SchwarzWeissBunt”. Foto: Michael Kleinrensing

„In diesem Jahr gehen wir einen neuen Weg. Wir wollen weniger das Fremde an sich prĂ€sentieren als das Verbindende zwischen den Kulturen“, unterstreicht Mit-Organisatorin Maren Lueg.

Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Tanz, Theater, Kunst, Kino und Lesungen, aber auch Workshops, Sport und gemeinsames Kochen stehen auf dem Programm. Bis auf wenige Ausnahmen ist die Teilnahme bzw. der Eintritt frei.

Auch freie Kulturszene hat einen Stellenwert

„Die Festival zeigt, dass in Hagen nicht nur die Hoch-Kultur im Museum und im Theater gefeiert und unterstĂŒtzt wird, sondern auch die freie Kulturszene einen Stellenwert hat“, unterstreicht Sven Söhnchen als Vorsitzender des Kulturausschusses.

Und Astrid Knoche, Leiterin des KulturbĂŒros (dort laufen alle FĂ€den rund um die Veranstaltung zusammen), ergĂ€nzt, dass sie erfreut zur Kenntnis genommen habe, dass sich mittlerweile immer mehr BĂŒrger trauen wĂŒrden, gewohnte Pfade zu verlassen und Unbekanntes auszuprobieren.

Eröffnung im Werkhof Hohenlimburg

Eröffnet wird „Schwarz-Weiß-Bunt“ am Freitag, 20. April, von 18 bis 22 Uhr im Werkhof Hohenlimburg. „Musik verbindet und ĂŒberwindet Grenzen“, sagt Maren ­Lueg, „daher haben wir eine Band aus Bielefeld, die Musik aus dem Balkan spielt, fĂŒr die Eröffnung ausgewĂ€hlt.“

Essen aus Syrien wird im Saal in der oberen Etage angeboten, es gibt eine Modenschau und Spielecken. „Schach, Dame oder Backgammon funktionieren auch ohne Worte“, sagt Maren Lueg und ergĂ€nzt: „Die Grußworte werden in unterschiedliche Sprachen ĂŒbersetzt, schließlich soll sich jeder Gast angesprochen fĂŒhlen.“

Bereicherung fĂŒr die Gesellschaft

Wer sich noch beteiligt? Zum Beispiel das junge Museum im Kunstquartier mit einem Kunstworkshop, geleitet von Nuri Irak. Der KĂŒnstler mit tĂŒrkischen Wurzeln, der seit den 1980er Jahren in Hagen lebt, spricht mit dem Kurs Einheimische und Fremde ab 14 Jahren an.

„Es geht darum, wie verschiedene kulturelle Wertvorstellungen eine Bereicherung fĂŒr die Gesellschaft sein können. Gemeinsam wird ein mehrteiliges Bild erstellt“, konkretisiert Nuri Irak.

Die StadtbĂŒcherei lĂ€dt junge Besucher zu „Kindergeschichten“ ein, und in der Buchhandlung am Rathaus werden Geschichten, die im Rahmen einer von Birgit Ebbert fĂŒr Frauen mit und ohne Migrationshintergrund veranstalteten Schreibwerkstatt entstanden sind, vorgetragen. Zu der Lesung lĂ€dt das Integrationszentrum der Diakonie Mark-Ruhr ein.

Auch Hasper Hammer und Lutz dabei

Der Hasper Hammer beteiligt sich mit Comedy (Eintritt 10 Euro), im jungen Theater Lutz wird fĂŒr Kinder ab zehn Jahren das StĂŒck „Der Junge mit dem Koffer“ gespielt (Eintritt 12, ermĂ€ĂŸigt 6 Euro), und im Kultopia veranstaltet das stĂ€dtische Quartiersmanagement ein Roma-Kulturfest.

Als „Begegnung pur“ umschreibt Astrid Knoche das Fußballturnier des Vereins Hagen United, das unter dem Motto „Bunter Kick und Bunte Party“ steht.

WEITERE INFOS:

In einer kostenlosen BroschĂŒre, die man bei beteiligten Einrichtungen erhĂ€lt, sind sĂ€mtliche Veranstaltungen aufgelistet. Online gibt’s das Programmheft mit allen Terminen und Eintrittspreisen zum Downloaden unter www.hagen.de/schwarzweissbunt

Text: Yvonne Hinz