6. Spieltag: Al Seddiq Hagen II vs. Hagen United e.V. 1:5 (1:1)

Kein guter Kick – trotzdem drei Punkte

Zu Beginn des Spiels waren sich Gegner, Schiedsrichter und die Verantwortlichen Uniteds einig, dass der Platz aufgrund des massiven Regens unbespielbar war. Wirklich abgekreidet war zudem der Platz auch nicht. Beide Teams nahmen aber die Regenschlacht auf dem Helfer Geläuf an.

Nachdem kurzfristig Hamed Noori und Yorrik Hastedt arbeitsbedingt sowie Eren Gedük verletzungsbedingt und Leander Dreher (verschollen) ausfielen, musste das Trainerteam auf einigen Positionen umstellen. Außerdem hütete erstmals Bernd Sundhoff (Torwart der Reserve) in dieser Saison das Tor. Der zuletzt starke Stammtorhüter Ali Reza Gholami erklärte sich bereit in der zweiten Mannschaft auszuhelfen, da Sundhoff die späte Anstoßzeit der zweiten Mannschaft nicht wahrnehmen konnte.

Der Knoten scheint geplatzt zu sein – Lenard Dreher netzte dreimal ein.

In der ersten Halbzeit war es ein recht mieser Kick beider Mannschaften mit Chancen auf beiden Seiten. Tormöglichkeiten ergaben sich eher zufällig, wenn der Ball in Pfützen im Strafraum liegen blieb und beide Teams so überraschend zum Abschluss kamen. Al Seddiq II erzielte in der 36. Minute die nicht ganz unverdiente Führung, weil sie bis dahin den Kampf annahmen und bissiger waren. Aus dem Spiel heraus gelang United kaum etwas zählbares, da war es schon recht überraschend als Lenard Dreher in der 41. Minute den Ausgleich markierte. In der Halbzeitpause appelierte der Trainerstab an die Moral der Mannschaft und zeigte dem Team Lösungswege auf, um das Spiel zu drehen und als Sieger den Platz zu verlassen. Mit „Schönspielerei“ war nämlich an dem Tag nichts zu holen!

Im zweiten Spielabschnitt nahmen die „Pöhler“ nun endlich die schlechten Platzbedingungen an, legten das „Diventum“ ab und kamen durch ein schnelles Umschaltspiel zu etlichen Torchancen. Marcel „Büffel“ Knoblich fasste sich in der 50. Minute ein Herz und zimmerte den Ball aus rund 25. Metern in den Winkel des gegnerischen Tores – Marke: „Traumtor“. Kurz nach der Führung brachen die Marrokaner ein und Lenard Dreher erhöhte auf 1:3. Der Knoten schien bei Dreher endlich geplatzt zu sein, nachdem er in den vergangenen Wochen zahlreiche gute Möglichkeiten ausgelassen hatte. In der 60. Minute liefen die Marrokaner noch mal an und kamen frei vor dem Tor zum Abschluss, jedoch Torhüter Bernd Sundhoff hielt den Ball hervorragend. Die „Pöhler“ ließen sich nicht abbringen und wollten das Ergebnis weiter in die Höhe schrauben. Auch wenn die Einstellung der „Waldlust-Kicker“ nun stimmte, hatte man das Gefühl, dass die drei Punkte noch nicht sicher waren. Erst als Dominique „Dome“ Jahn in der 78. Spielminute auf 4:1 erhöhte, war das Spiel entschieden. Den Schlusspunkt setzte dann zum Ende des Spiels abermals Lenard Dreher.

Emmanuel „Emma“ Afriyie: „Mit den kurzfristigen Ausfällen einiger Spieler war ich gar nicht glücklich. Zudem dürfen wir, auch bei miesen Platzverhältnissen, nicht so eine erste Halbzeit spielen. Wir haben Al Seddiq durch unsere Passivität stark gemacht. Das Endergebnis spiegelt nicht das Spiel wieder. Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn wir mit einem Remis vom Platz gegangen wären. Jetzt bin ich aber erstmal happy, dass wir den vierten Tabellenplatz gefestigt haben. Wir wollen nächste Woche die Zweitvertretung von Hohenlimburg-Holthausen schlagen und uns tabellarisch weiter verbessern – das ist unser Anspruch.“

Last but not least gibt es noch eine gute Nachricht. Mittelfeldspieler Nico Lehmann steigt in dieser Woche wieder (vorsichtig) ins Mannschaftstraining ein. Unglaublich, wenn man bedenkt, dass der Spieler erst vor gut zwei Monaten einen komplizierten Bruch zwischen Mittelfuß und Gelenkknochen hatte und auch operiert wurde. Dies gibt der Mannschaft zukünftig nochmals Möglichkeiten in der Offensive spielerisch variabler zu sein. In der vergangenen Saison war Lehmann mit Knoblich zusammen die Top-Torschützen des Teams.

Torschützen: 1:1 Lenard Dreher (41. Minute), 1:2 Marcel „Büffel“ Knoblich (50. Minute), 1:3 Lenard Dreher (53. Minute), 1:4 Dominique „Dome“ Jahn (78. Minute), 1:5 Lenard Dreher (90. Minute)